19.10.2015

Cyberversicherung

Was ist eine Cyberversicherung? Lohnt sich ein Abschluss?

Was ist eine Cyberversicherung
Was ist eine Cyberversicherung - © psdesign1 - Fotolia.com

So segensreich die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung für die meisten Menschen auch sind - ehrlicherweise sollten auch die Gefahren nicht verschwiegen werden. Sogenannte Cyber-Kriminalität gewinnt leider an Bedeutung, weil sich mit sensiblen Daten unter Umständen viel Geld verdienen lässt. Außerdem werden die meisten Unternehmen bei ihrer IT-Infrastruktur an einem empfindlichen Nerv getroffen. Neben einer entsprechenden Absicherung kann sich deshalb auch der Abschluss einer Cyber-Versicherung lohnen.

Vor welchen Risiken schützt die Cyber-Versicherung?

Die Schäden sich schon jetzt erheblich: Auch wenn viele Firmen ungern über erfolgreiche IT-Angriffe sprechen, um das Vertrauen ihrer Kunden nicht zu verlieren, verursachen Kriminelle im Internet hohe Kosten. Laut Einschätzungen des Branchenverbandes Bitcom gehen jährlich rund 50 Milliarden Euro durch digitale Straftaten verloren, betroffen sind vor allem mittelständische Unternehmen. Warum nicht die Großkonzerne in das Visier der Hacker geraten erschließt sich schnell: Mittelständlern fehlen häufig sowohl das Verständnis für die Risiken als auch die Fähigkeit, dieser Gefahr zu begegnen. Eine Cyber- oder Datenschutzversicherung schützt genau vor einem solchen Ereignis.

Erweiterung der Betriebshaftpflicht

Grundsätzlich muss dabei zwischen zwei Typen der Police unterschieden: Ersterer deckt die Schäden ab, die direkt durch den Datenverlust nach einem Angriff entstehen. Das könnte vor allem wichtiges Know-how sein, welches dem Unternehmen verloren geht. Außerdem nehmen die IT-Systeme in der Regel durch die Aktivität der Hacker Schaden. Weiterhin entstehen durch den Ausfall der digitalen Infrastruktur natürlich weitere Kosten - die meisten Unternehmen können heute ohne Rechner nicht mehr arbeiten. Als zweiter Typ werden Cyber-Versicherungen bezeichnet, die für Schäden gegenüber Dritten einstehen. Damit übernehmen sie die Rolle der klassischen Betriebshaftpflichtversicherung, die aber nur für Personen- oder Sachschäden haftet. Kommt es aber zu einem Schaden bei Dritten, weil beispielsweise vertrauliche Geschäftsdaten an die Öffentlichkeit kommen, handelt es sich um einen reinen Vermögensschaden.

Eigenverantwortung wahrnehmen

Auch wenn eine solche Police zunehmend sinnvoll erscheint und ein ganz existenzielles Unternehmensrisiko abdecken kann, sollten Unternehmer dem Thema mehr Aufmerksamkeit widmen. Denn wie bei anderen Versicherungen auch, führt fahrlässiges Verhalten zu einem Leistungsausschluss. Mit Passwörtern sollte also verantwortungsvoll umgegangen werden, ebenso muss die Sicherheitsinfrastruktur des Unternehmens auf dem aktuellen Stand sein. Wurden diese Maßnahmen ergriffen, sorgt die Cyberversicherung aber für ein Stück mehr Sicherheit - von dem auch die Kunden profitieren.

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